Vardenafil
Vardenafil ist ein Arzneimittel zur Behandlung der erektilen Dysfunktion bei erwachsenen Männern. Gemeint ist damit, dass eine Erektion nicht ausreichend erreicht oder nicht lange genug aufrechterhalten werden kann.
Der Wirkstoff gehört zur Gruppe der Phosphodiesterase-Typ-5-Hemmer. Vardenafil wirkt nur bei sexueller Stimulation und kann dazu beitragen, dass eine Erektion lange genug bestehen bleibt, um die sexuelle Aktivität zufriedenstellend abzuschließen.
Vardenafil auf einen Blick
- Wirkstoff: Vardenafil
- Anwendungsgebiet: erektile Dysfunktion bei erwachsenen Männern
- Empfohlene Dosis: 10 mg je nach Wirksamkeit und Verträglichkeit anpassbar
- Einnahmezeitpunkt: etwa 25 bis 60 Minuten vor sexueller Aktivität
- Maximale Einnahmehäufigkeit: einmal täglich
- Wichtig: sexuelle Stimulation ist erforderlich
- Stärken: 5 mg, 10 mg und 20 mg Filmtabletten
Kurzüberblick
Vardenafil wird bei Bedarf eingenommen und ist keine tägliche Dauertherapie mit festem Einnahmeschema. Die Standarddosis beträgt 10 mg. Je nachdem, wie gut das Arzneimittel wirkt und wie es vertragen wird, kann die Dosis angepasst werden.
Die Tabletten werden mit Wasser geschluckt und können mit oder ohne Nahrung eingenommen werden. Nach einer schweren oder fettreichen Mahlzeit kann die Wirkung verzögert eintreten . Grapefruitsaft sollte vermieden werden.
Wichtige Hinweise vor Beginn
- Vardenafil wirkt nur bei sexueller Stimulation.
- Nicht mehr als einmal täglich einnehmen.
- Bei Leberproblemen oder schweren Nierenproblemen kann eine niedrigere Anfangsdosis infrage kommen.
- Nicht zusammen mit anderen Behandlungen gegen Erektionsstörungen anwenden.
- Eine schwere oder fettreiche Mahlzeit kann den Wirkungseintritt verzögern.
- Alkohol kann Erektionsprobleme verschlechtern.
Wofür wird Vardenafil eingesetzt?
Vardenafil wird zur Behandlung der erektilen Dysfunktion bei erwachsenen Männern eingesetzt. Es ist für Männer gedacht, die Schwierigkeiten haben, eine Erektion zu bekommen oder aufrechtzuerhalten.
Die Behandlung zielt darauf ab, die Erektion zu unterstützen, sodass eine für die sexuelle Aktivität ausreichende Erektion erreicht und aufrechterhalten werden kann. Eine Wirkung tritt nur dann ein, wenn sexuelle Stimulation vorhanden ist.
Für wen kommt die Behandlung infrage?
Vardenafil ist für erwachsene Männer mit erektiler Dysfunktion vorgesehen. Für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren ist es nicht bestimmt.
Vor Beginn sollte ärztlich geprüft werden, welche Ursachen der erektilen Dysfunktion vorliegen. Dazu gehören die Krankengeschichte und eine körperliche Untersuchung.
Besondere Vorsicht ist unter anderem wichtig bei Herzerkrankungen, Herzrhythmusstörungen, angeborenen Herzkrankheiten mit Auswirkungen auf das EKG, anatomischen Veränderungen des Penis, Erkrankungen mit Neigung zu lang anhaltenden Erektionen, Magengeschwüren, Blutungsstörungen, niedrigem Kaliumspiegel und im höheren Alter.
Wie wird Vardenafil eingenommen?
Die empfohlene Dosis beträgt 10 mg. Die Einnahme erfolgt etwa 25 bis 60 Minuten vor der sexuellen Aktivität.
Die Tablette wird mit einem Glas Wasser geschluckt. Mit sexueller Stimulation kann eine Erektion nach der Einnahme innerhalb eines Zeitfensters von etwa 25 Minuten bis zu vier bis fünf Stunden erreicht werden.
Die Einnahme ist mit oder ohne Nahrung möglich. Nach einer schweren oder fettreichen Mahlzeit kann der Effekt später einsetzen. Vardenafil sollte nicht öfter als einmal pro Tag eingenommen werden.
Dosierung und mögliche Anpassungen
- Standarddosis: 10 mg
- Bei Bedarf anpassbar: je nach Wirkung und Verträglichkeit kann eine andere Stärke gewählt werden
- Bei Leberproblemen oder schweren Nierenproblemen: eine niedrigere Anfangsdosis kann infrage kommen
Wenn die Wirkung als zu stark oder zu schwach empfunden wird, sollte die Dosis nicht eigenständig geändert werden, sondern ärztlich überprüft werden.
Wie wirkt Vardenafil?
Vardenafil gehört zu den Phosphodiesterase-Typ-5-Hemmern. Es vermindert die Wirkung einer körpereigenen Substanz, die eine Erektion wieder abklingen lässt.
Dadurch kann eine Erektion länger bestehen bleiben. Voraussetzung dafür ist sexuelle Stimulation. Ohne sexuelle Erregung entfaltet Vardenafil diese Wirkung nicht.
Welche häufigen Nebenwirkungen sind möglich?
Die meisten beschriebenen Nebenwirkungen sind mild bis mäßig ausgeprägt. Sehr häufig wurde Kopfschmerz berichtet.
Sehr häufig
- Kopfschmerzen
Häufig
- Schwindel
- Flush
- verstopfte oder laufende Nase
- Verdauungsbeschwerden
Gelegentlich
- Schlafprobleme
- Taubheitsgefühl, Schmerzen oder Kribbeln in Armen, Beinen, Händen oder Füßen
- Schläfrigkeit
- Sehstörungen, Augenrötung, Farbsehstörungen, Augenschmerzen oder Lichtempfindlichkeit
- Tinnitus und Schwindelgefühl
- schneller Herzschlag oder Herzklopfen
- Atemnot
- Sodbrennen, Gastritis, Bauch- oder Magenschmerzen, Durchfall, Erbrechen, Übelkeit und trockener Mund
- erhöhte Leberwerte
- Hautausschlag oder Hautrötung
- Rücken- oder Muskelschmerzen
- erhöhte Kreatinphosphokinase
- Muskelsteifigkeit oder Krämpfe
- verlängerte Erektionen
- Unwohlsein
Selten oder mit nicht bekannter Häufigkeit berichtet
Dazu gehören unter anderem allergische Reaktionen, Ohnmacht, Gedächtnisstörungen, erhöhter Augeninnendruck, hoher oder niedriger Blutdruck, Nasenbluten, schmerzhafte Erektionen, Brustschmerzen, Blut im Urin, Blut im Sperma, Blutungen aus dem Penis, plötzlicher Hörverlust, plötzliche Sehverschlechterung oder Sehverlust, schwere Hautreaktionen sowie schwere Herz-Kreislauf-Ereignisse.
Wichtige Warnhinweise und Gegenanzeigen
Wann Vardenafil nicht eingenommen werden darf
- bei Allergie gegen Vardenafil oder einen der sonstigen Bestandteile
- wenn nach der Einnahme bereits einmal ein schwerer Hautausschlag, Hautablösung, Blasenbildung oder Mundgeschwüre aufgetreten sind
- bei gleichzeitiger Einnahme von Nitraten oder Stickstoffmonoxid-Donoren
- bei gleichzeitiger Einnahme von Ritonavir oder Indinavir
- bei Männern über 75 Jahren bei gleichzeitiger Einnahme von Ketoconazol oder Itraconazol
- bei schweren Herz- oder Lebererkrankungen
- bei Dialyse
- nach kürzlich erfolgtem Schlaganfall oder Herzinfarkt
- bei niedrigem Blutdruck oder entsprechender Vorgeschichte
- bei familiärer Vorgeschichte degenerativer Augenerkrankungen wie Retinitis pigmentosa
- nach Sehverlust durch NAION
- bei gleichzeitiger Einnahme von Riociguat
Wichtige Warnzeichen während der Anwendung
- Plötzliche Sehverschlechterung oder Sehverlust: sofort absetzen und umgehend ärztlich abklären.
- Schwere Hautreaktionen: sofort absetzen und sofort medizinische Hilfe in Anspruch nehmen.
- Langanhaltende oder schmerzhafte Erektion: ärztlich abklären.
- Brustschmerz, Herzbeschwerden oder neurologische Symptome: sofort medizinisch abklären lassen.
Wechselwirkungen und wichtige Hinweise zu Begleitmedikamenten
Vardenafil sollte nicht mit bestimmten Arzneimitteln kombiniert werden, weil es zu relevanten Wechselwirkungen kommen kann.
- Nitrate, Nicorandil, Nitroglycerin und Stickstoffmonoxid-Donoren: nicht zusammen einnehmen.
- Riociguat: nicht zusammen einnehmen.
- Ritonavir und Indinavir: nicht zusammen einnehmen.
- Ketoconazol und Itraconazol: sollten vermieden werden , besonders bei Männern über 75 Jahren.
- Erythromycin und Clarithromycin: können Wechselwirkungen verursachen.
- Alpha-Blocker wie Tamsulosin, Terazosin und Alfuzosin: können zu Blutdruckabfällen führen.
- Arzneimittel gegen Herzrhythmusstörungen wie Quinidin, Procainamid, Amiodaron oder Sotalol: gleichzeitige Anwendung sollte sorgfältig geprüft werden.
- Nifedipin: kann den Blutdruck zusätzlich senken.
Grapefruitsaft sollte vermieden werden, da er die übliche Wirkung des Arzneimittels verändern kann. Alkohol kann Erektionsprobleme verschlechtern.
Vardenafil sollte nicht zusammen mit anderen Behandlungen gegen Erektionsstörungen verwendet werden.
Weitere praktische Informationen
Vardenafil ist als Filmtablette in 5 mg, 10 mg und 20 mg erhältlich. Die Tabletten sind braun, rund, bikonvex und an den Kanten abgeschrägt.
Die 5-mg-Tablette ist mit „M5“ und „VL“ gekennzeichnet. Die 10-mg-Tablette trägt „M“ über „10“ sowie „VL“, die 20-mg-Tablette „M“ über „20“ sowie „VL“.
Das Arzneimittel benötigt keine besonderen Lagerungsbedingungen. Es sollte außerhalb der Sicht- und Reichweite von Kindern aufbewahrt werden.
Erhältlich sind Blisterpackungen mit 2, 4, 8, 12 oder 20 Tabletten sowie perforierte Einzeldosis-Blister in ausgewählten Packungsgrößen.
Häufig gestellte Fragen
Wann sollte Vardenafil eingenommen werden?
Vardenafil wird etwa 25 bis 60 Minuten vor der sexuellen Aktivität eingenommen.
Wirkt Vardenafil sofort?
Nein. Damit Vardenafil wirken kann, ist sexuelle Stimulation erforderlich.
Wie lange kann die Wirkung anhalten?
Mit sexueller Stimulation kann eine Erektion nach der Einnahme in einem Zeitraum von etwa 25 Minuten bis zu 4-5 Stunden möglich sein.
Kann ich Vardenafil mit Essen einnehmen?
Ja, die Einnahme ist mit oder ohne Nahrung möglich. Nach einer schweren oder fettreichen Mahlzeit kann die Wirkung verzögert eintreten.
Darf ich Vardenafil mehr als einmal am Tag einnehmen?
Nein. Vardenafil sollte nicht häufiger als einmal täglich eingenommen werden.
Was sollte ich vermeiden?
Vermeiden sollten Sie insbesondere Grapefruitsaft, die gleichzeitige Anwendung anderer Mittel gegen Erektionsstörungen und bestimmte Begleitmedikamente wie Nitrate oder Riociguat.
Ist Vardenafil für Frauen oder Minderjährige gedacht?
Nein. Vardenafil ist nicht für Frauen und nicht für Kinder oder Jugendliche unter 18 Jahren vorgesehen.
Was ist bei plötzlichen Sehproblemen wichtig?
Wenn plötzlich die Sicht nachlässt, verloren geht oder verzerrt oder gedimmt wirkt, sollte Vardenafil sofort abgesetzt und umgehend ärztlicher Rat eingeholt werden.
Vardenafil ärztlich prüfen lassen
Ob Vardenafil geeignet ist, hängt nicht nur von den Beschwerden selbst ab, sondern auch von Herz-Kreislauf-Risiken, Begleiterkrankungen und gleichzeitig eingenommenen Medikamenten. Gerade Nitrate, Alpha-Blocker, bestimmte Antiinfektiva, HIV-Medikamente und Riociguat müssen vor Beginn berücksichtigt werden.
Wenn Sie prüfen möchten, ob Vardenafil für Sie passend ist, sollte vor dem Start ärztlich geklärt werden, welche Ursachen hinter der erektilen Dysfunktion stehen und ob Gegenanzeigen oder relevante Wechselwirkungen vorliegen.
ℹ️
Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information. BCA Clinic erbringt selbst keine ärztliche Beratung, keine medizinische Eignungsprüfung, keine Verschreibungsentscheidung, keine Apothekenleistung sowie keinen Verkauf oder Versand von Arzneimitteln.
Ob eine Behandlung für Sie geeignet ist und ob gegebenenfalls ein Rezept ausgestellt wird, entscheidet ausschließlich der jeweilige externe Partner bzw. der dort zuständige Arzt auf Grundlage Ihrer individuellen Angaben und der medizinischen Beurteilung. Eine Verschreibung erfolgt nicht automatisch.
