VIAGRA
VIAGRA enthält Sildenafil und wird zur Behandlung der erektilen Dysfunktion bei erwachsenen Männern eingesetzt. Das Arzneimittel gehört zur Gruppe der PDE5-Hemmer und unterstützt die Erektionsfähigkeit, indem es die Wirkung von Stickstoffmonoxid im Schwellkörper des Penis verstärkt.
Wichtig ist: VIAGRA wirkt nicht automatisch und nicht unabhängig von der Situation. Eine Erektion wird nur dann unterstützt, wenn sexuelle Stimulation vorhanden ist. Die Einnahme erfolgt bei Bedarf vor der sexuellen Aktivität.
VIAGRA auf einen Blick
- Wirkstoff: Sildenafil
- Anwendungsgebiet: erektile Dysfunktion bei erwachsenen Männern
- Empfohlene Standarddosis: 50 mg bei Bedarf
- Einnahmezeitpunkt: etwa 1 Stunde vor sexueller Aktivität
- Möglicher Einnahmezeitraum: 30 Minuten bis 4 Stunden vor sexueller Aktivität
- Dosisbereich: 25 mg bis 100 mg
- Maximale Einnahmehäufigkeit: einmal täglich
- Wichtig: sexuelle Stimulation ist erforderlich
Kurzüberblick
VIAGRA ist eine Bedarfstherapie für Männer mit erektiler Dysfunktion. Für die meisten Patienten beginnt die Behandlung mit 50 mg. Je nach Wirkung und Verträglichkeit kann die Dosis auf 25 mg gesenkt oder auf 100 mg erhöht werden.
Die Tabletten können mit oder ohne Nahrung eingenommen werden. Nach einer fettreichen Mahlzeit kann es länger dauern, bis die Wirkung einsetzt. Mehr als eine Einnahme pro Tag ist nicht vorgesehen.
Wichtige Hinweise vor dem Start
- VIAGRA darf nicht zusammen mit Nitraten oder Nitriten angewendet werden.
- Wenn sexuelle Aktivität wegen des Herz-Kreislauf-Status nicht ratsam ist, kommt VIAGRA nicht infrage.
- Bei gleichzeitiger Behandlung mit Alpha-Blockern sollte die Alpha-Blocker-Therapie bereits stabil eingestellt sein.
- Bei Ritonavir, Erythromycin oder starken CYP3A4-Hemmern kann eine niedrigere Dosis erforderlich sein.
- VIAGRA darf nicht zusammen mit anderen sildenafilhaltigen Arzneimitteln oder anderen PDE5-Hemmern angewendet werden
- Bei plötzlichem Seh- oder Hörverlust sowie bei einer Erektion von mehr als 4 Stunden ist sofort medizinische Hilfe notwendig.
Wofür wird VIAGRA eingesetzt?
VIAGRA ist zur Behandlung der erektilen Dysfunktion vorgesehen. Gemeint ist damit, dass eine Erektion nicht ausreichend zustande kommt oder nicht lange genug anhält, um sexuelle Aktivität zufriedenstellend zu ermöglichen.
Das Arzneimittel ist nicht für andere Anwendungsgebiete auf dieser Seite gedacht und nicht dafür vorgesehen, ohne ärztliche Beurteilung zusammen mit anderen ED-Behandlungen eingesetzt zu werden.
Für wen kommt die Behandlung infrage?
VIAGRA ist für erwachsene Männer mit erektiler Dysfunktion vorgesehen. Es ist nicht für Frauen bestimmt und nicht für Kinder oder Jugendliche unter 18 Jahren.
Vor Beginn sollte geklärt werden, ob Vorerkrankungen oder Begleitmedikamente gegen die Behandlung sprechen. Besondere Vorsicht ist unter anderem bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, anatomischen Veränderungen des Penis, Sichelzellanämie, multiplem Myelom, Leukämie, Blutungsstörungen, aktivem Magengeschwür, Lebererkrankungen oder schwerer Nierenfunktionsstörung nötig.
Für bestimmte Patientengruppen liegen keine kontrollierten klinischen Daten zur Sicherheit oder Wirksamkeit vor, darunter Männer mit Herzinfarkt, Schlaganfall oder lebensbedrohlicher Arrhythmie innerhalb der letzten 6 Monate, mit Ruhehypotonie unter 90/50 mmHg oder ausgeprägter Hypertonie über 170/110 mmHg sowie mit Herzinsuffizienz oder koronarer Herzkrankheit mit instabiler Angina.
Wie wird VIAGRA eingenommen?
Für die meisten Patienten beträgt die empfohlene Dosis 50 mg bei Bedarf, etwa 1 Stunde vor sexueller Aktivität. Die Einnahme kann aber grundsätzlich in einem Zeitfenster von 30 Minuten bis 4 Stunden vor der sexuellen Aktivität erfolgen.
Je nach Wirkung und Verträglichkeit kann die Dosis auf 100 mg erhöht oder auf 25 mg verringert werden. Mehr als eine Einnahme pro Tag wird nicht empfohlen.
VIAGRA kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden. Nach einer fettreichen Mahlzeit verlangsamt sich die Aufnahme: Der Zeitpunkt bis zur maximalen Konzentration kann sich im Mittel um 60 Minuten verzögern, gleichzeitig sinkt die maximale Konzentration.
Wann ist eine niedrigere Startdosis sinnvoll?
- Alpha-Blocker: Start mit 25 mg, wenn die Alpha-Blocker-Therapie bereits stabil eingestellt ist.
- Ritonavir: Anwendung wird nicht empfohlen; falls unvermeidbar, maximal 25 mg innerhalb von 48 Stunden.
- Erythromycin oder starke CYP3A4-Hemmer: 25 mg als Startdosis erwägen.
- Alter über 65 Jahre: 25 mg als Startdosis erwägen.
- Schwere Nierenfunktionsstörung: 25 mg als Startdosis erwägen.
- Leberfunktionsstörung: 25 mg als Startdosis erwägen.
Was gilt bei zu hoher Dosierung?
Dosen über 100 mg werden nicht empfohlen und können die Häufigkeit und die Schwere von Nebenwirkungen erhöhen.
Wie wirkt VIAGRA?
Die physiologische Erektion beginnt mit der Freisetzung von Stickstoffmonoxid im Schwellkörper des Penis. Dadurch steigt die Konzentration von cGMP, was die glatte Muskulatur entspannt und den Bluteinstrom in den Schwellkörper fördert.
Sildenafil hemmt das Enzym Phosphodiesterase Typ 5, das für den Abbau von cGMP verantwortlich ist. Dadurch wird die natürliche Reaktion auf sexuelle Stimulation verstärkt. Ohne sexuelle Stimulation zeigt VIAGRA keine entsprechende Wirkung auf die Erektion.
Der Wirkstoff wird nach der Einnahme schnell aufgenommen. Die maximale Konzentration wird nüchtern meist innerhalb von 30 bis 120 Minuten erreicht, im Mittel nach 60 Minuten. Die terminale Halbwertszeit von Sildenafil und seines aktiven Metaboliten liegt bei etwa 4 Stunden.
Was zeigen klinische Studien?
VIAGRA wurde in 21 randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studien mit einer Dauer von bis zu 6 Monaten untersucht. Dabei zeigte sich in allen 21 Studien eine statistisch signifikante Verbesserung gegenüber Placebo.
Ergebnisse in placebokontrollierten Dosisstudien
In vier randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Fixdosis-Studien über 12 bis 24 Wochen berichteten 63 % der Patienten unter 25 mg, 74 % unter 50 mg und 82 % unter 100 mg über eine Verbesserung ihrer Erektionen. Unter Placebo waren es 24 %.
In Patiententagebüchern aus mehreren Studien zeigte sich ebenfalls ein klarer Unterschied: Die durchschnittliche Erfolgsrate pro Versuch lag unter VIAGRA bei etwa 66 %, unter Placebo bei etwa 20 %.
Ergebnisse in wichtigen Untergruppen
Bei Männern mit Diabetes mellitus berichteten 57 % unter VIAGRA über verbesserte Erektionen, unter Placebo waren es 10 %. In den Tagebüchern waren 48 % der Geschlechtsverkehrsversuche unter VIAGRA erfolgreich, unter Placebo 12 %.
Bei Patienten mit Rückenmarkverletzung berichteten 83 % unter VIAGRA über eine Verbesserung der Erektionen, unter Placebo 12 %. Die Erfolgsrate der Versuche lag bei 59 % gegenüber 13 %.
Bei psychogener Ursache berichteten 84 % unter VIAGRA über eine Verbesserung, unter Placebo 26 %. In den Tagebüchern lag die Erfolgsrate pro Versuch bei 70 % unter VIAGRA und bei 29 % unter Placebo.
Über alle Studien hinweg verbesserten sich die Erektionen bei 43 % der Patienten nach radikaler Prostatektomie unter VIAGRA, verglichen mit 15 % unter Placebo.
Welche häufigen Nebenwirkungen sind möglich?
Die häufigsten Nebenwirkungen unter VIAGRA sind Kopfschmerzen, Flush, Dyspepsie, Sehstörungen, verstopfte Nase, Rückenschmerzen, Muskelschmerzen, Übelkeit, Schwindel und Hautausschlag.
Sehr häufig
- Kopfschmerzen
Häufige Beschwerden
- Flush
- Dyspepsie
- Sehstörungen oder verändertes Farbsehen
- verstopfte Nase
- Rückenschmerzen
- Muskelschmerzen
- Übelkeit
- Schwindel
- Hautausschlag
In den Fixdosis-Studien stiegen einige Nebenwirkungen mit der Dosis an. Auf der Tabelle mit den Nebenwirkungsraten sind Kopfschmerzen, Flush, Dyspepsie, abnormes Sehen und verstopfte Nase besonders auffällig; unter 100 mg traten sie häufiger auf als unter 25 mg oder 50 mg.
Worauf besonders geachtet werden sollte
Zu den selten berichteten, aber wichtigen Ereignissen gehören plötzliche Sehverschlechterung oder Sehverlust, plötzliche Hörminderung oder Hörverlust, verlängerte Erektion, Priapismus sowie schwere Herz-Kreislauf-Ereignisse in zeitlichem Zusammenhang mit der Anwendung.
Wichtige Warnhinweise und Gegenanzeigen
Gegenanzeigen
- gleichzeitige Anwendung von organischen Nitraten oder organischen Nitriten in jeder Form
- bekannte Überempfindlichkeit gegen Sildenafil oder einen Bestandteil der Tablette
Kardiovaskuläre Warnhinweise
Sexuelle Aktivität kann bei vorbestehender Herz-Kreislauf-Erkrankung ein zusätzliches Risiko bedeuten. Deshalb sollte VIAGRA grundsätzlich nicht bei Männern eingesetzt werden, für die sexuelle Aktivität wegen ihres kardiovaskulären Status nicht ratsam ist.
VIAGRA hat gefäßerweiternde Eigenschaften und kann den Blutdruck vorübergehend senken. Das ist für viele Patienten klinisch wenig relevant, sollte bei kardiovaskulären Vorerkrankungen aber vorab berücksichtigt werden.
Priapismus, Augen und Gehör
- Verlängerte Erektion: Bei einer Erektion von mehr als 4 Stunden ist sofortige medizinische Hilfe notwendig.
- Priapismus-Risiko: besondere Vorsicht bei anatomischen Veränderungen des Penis sowie bei Sichelzellanämie, multiplem Myelom oder Leukämie.
- Plötzlicher Sehverlust: VIAGRA sofort absetzen und medizinisch abklären.
- Plötzliche Hörminderung oder Hörverlust: VIAGRA sofort absetzen und umgehend ärztlich abklären.
Weitere wichtige Hinweise
- Alpha-Blocker und blutdrucksenkende Medikamente: die Kombination kann zu symptomatischer Hypotonie führen.
- Ritonavir: erhöht die Sildenafil-Exposition stark; deshalb gelten klare Dosisgrenzen.
- Andere ED-Therapien oder PDE5-Hemmer: sollten nicht kombiniert werden.
- Blutungsrisiko: die Sicherheit bei Blutungsstörungen oder aktivem peptischem Ulkus ist nicht bekannt.
- Sexuell übertragbare Infektionen: VIAGRA bietet keinen Schutz vor sexuell übertragbaren Erkrankungen.
Wechselwirkungen und wichtige Hinweise zu Begleitmedikamenten
Vor der Anwendung sollte geprüft werden, welche Medikamente gleichzeitig eingenommen werden. Bei VIAGRA sind vor allem Arzneimittel relevant, die den Blutdruck beeinflussen oder die Sildenafil-Spiegel erhöhen.
- Nitrate oder Nitrite: kontraindiziert, weil die blutdrucksenkende Wirkung gefährlich verstärkt werden kann.
- Alpha-Blocker: nur bei stabiler Vortherapie und mit Startdosis 25 mg; es kann zu symptomatischer Hypotonie kommen.
- Antihypertensiva: VIAGRA kann die blutdrucksenkende Wirkung verstärken.
- Amlodipin: in einer Interaktionsstudie führte VIAGRA 100 mg zusätzlich zu einer mittleren Blutdrucksenkung von 8 mmHg systolisch und 7 mmHg diastolisch.
- Ritonavir: maximal 25 mg innerhalb von 48 Stunden.
- Erythromycin, Saquinavir, Ketoconazol, Itraconazol: können die Sildenafil-Exposition erhöhen; eine Startdosis von 25 mg sollte erwogen werden.
- Andere PDE5-Hemmer, REVATIO oder andere sildenafilhaltige PAH-Therapien: nicht zusammen anwenden.
Mit Alkohol zeigte Sildenafil in einer Studie bei 50 mg keine Verstärkung der blutdrucksenkenden Wirkung des untersuchten Alkoholkonsums. Unabhängig davon kann Alkohol die Fähigkeit, eine Erektion zu bekommen, vorübergehend verschlechtern.
Weitere praktische Informationen
VIAGRA ist als blaue, filmüberzogene, abgerundet rautenförmige Tablette in 25 mg, 50 mg und 100 mg erhältlich. Die Tabletten tragen auf einer Seite „PFIZER“ und auf der anderen Seite je nach Stärke „VGR25“, „VGR50“ oder „VGR100“.
Die Tabletten werden bei 25 °C gelagert; zulässig sind Temperaturabweichungen zwischen 15 °C und 30 °C.
VIAGRA wird schnell aufgenommen und hat eine mittlere absolute Bioverfügbarkeit von 41 %. Sildenafil wird überwiegend über die Leber metabolisiert, vor allem über CYP3A4, und hauptsächlich als Metaboliten über den Stuhl ausgeschieden.
Häufig gestellte Fragen
Wann sollte VIAGRA eingenommen werden?
Für die meisten Patienten wird die Einnahme ungefähr 1 Stunde vor sexueller Aktivität empfohlen. Möglich ist grundsätzlich ein Zeitfenster von 30 Minuten bis 4 Stunden davor.
Wie oft darf VIAGRA eingenommen werden?
Die maximale Einnahmehäufigkeit beträgt einmal täglich.
Kann VIAGRA mit oder ohne Essen eingenommen werden?
Ja. VIAGRA kann mit oder ohne Nahrung eingenommen werden. Nach einer fettreichen Mahlzeit kann der Wirkungseintritt später sein.
Wirkt VIAGRA ohne sexuelle Stimulation?
Nein. Sexuelle Stimulation ist erforderlich.
Wann kommt eine Startdosis von 25 mg infrage?
Eine Startdosis von 25 mg kann unter anderem bei höherem Alter, schwerer Nierenfunktionsstörung, Leberfunktionsstörung, gleichzeitiger Einnahme bestimmter CYP3A4-Hemmer oder bei stabil eingestellter Alpha-Blocker-Therapie sinnvoll sein.
Darf VIAGRA zusammen mit Nitraten eingenommen werden?
Nein. Die Kombination mit Nitraten oder Nitriten ist kontraindiziert.
Was ist bei einer Erektion von mehr als 4 Stunden zu tun?
Dann sollte sofort medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.
Schützt VIAGRA vor sexuell übertragbaren Infektionen?
Nein. VIAGRA bietet keinen Schutz vor sexuell übertragbaren Erkrankungen.
Was ist bei plötzlichem Seh- oder Hörverlust wichtig?
VIAGRA sollte sofort abgesetzt und umgehend medizinisch abgeklärt werden.
VIAGRA ärztlich prüfen lassen
Ob VIAGRA für Sie geeignet ist, hängt nicht nur von den Beschwerden selbst ab, sondern auch von Ihrem Herz-Kreislauf-Status, Ihrem Blutdruck, möglichen Augenerkrankungen, Ihrer Leber- und Nierenfunktion und Ihrer Begleitmedikation.
Wenn Sie prüfen möchten, ob VIAGRA zu Ihrer Situation passt, sollte vor Beginn ärztlich abgeklärt werden, ob Gegenanzeigen bestehen, ob eine niedrigere Startdosis sinnvoll ist und ob relevante Wechselwirkungen berücksichtigt werden müssen.
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Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Information. BCA Clinic erbringt selbst keine ärztliche Beratung, keine medizinische Eignungsprüfung, keine Verschreibungsentscheidung, keine Apothekenleistung sowie keinen Verkauf oder Versand von Arzneimitteln.
Ob eine Behandlung für Sie geeignet ist und ob gegebenenfalls ein Rezept ausgestellt wird, entscheidet ausschließlich der jeweilige externe Partner bzw. der dort zuständige Arzt auf Grundlage Ihrer individuellen Angaben und der medizinischen Beurteilung. Eine Verschreibung erfolgt nicht automatisch.
