Potenzmittel: Welche Medikamente helfen bei Erektionsstörungen? | BCA Clinic
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Potenzmittel: Welche Medikamente helfen bei Erektionsstörungen?

Potenzmittel: Welche Medikamente helfen bei Erektionsstörungen?

Erektionsprobleme sind für viele Männer ein sensibles Thema und häufig mit Unsicherheit oder Scham verbunden. Wenn es über einen längeren Zeitraum nicht gelingt, eine ausreichende Erektion zu bekommen oder aufrechtzuerhalten, sprechen Ärzte von Erektionsstörungen. In vielen Fällen liegen körperliche Ursachen zugrunde – etwa Durchblutungsstörungen, hormonelle Veränderungen oder Probleme mit dem Herz-Kreislauf-System.

Gerade bei solchen körperlichen Auslösern spielen Medikamente eine zentrale Rolle. Moderne Medikamente gegen erektile Dysfunktion, wie sogenannte PDE-5-Hemmer, können die Durchblutung im Penis verbessern und dadurch eine stabile Erektion ermöglichen.

Der folgende Artikel gibt einen Überblick über verschiedene Medikamente, ihre Wirkungsweise und ihren Einsatz bei körperlichen Ursachen von Potenzproblemen. Er erklärt, welche Potenzmittel und Tabletten zur Verfügung stehen, wie sie wirken und worauf Patienten bei der Anwendung achten sollten. Dabei ersetzt der Text keine ärztliche Beratung.

Mann informiert sich am Laptop über Erektionsstörungen und Männergesundheit

Was bedeutet erektile Dysfunktion?

Der Begriff erektile Dysfunktion (ED) beschreibt eine Störung der Erektionsfähigkeit. Betroffene Männer können keine ausreichend feste Erektion bekommen oder aufrechterhalten, um befriedigenden Geschlechtsverkehr zu haben. Umgangssprachlich wird diese Störung häufig auch als Impotenz bezeichnet.

Von einer erektilen Dysfunktion spricht man meist, wenn die Probleme über mindestens sechs Monate bestehen und in rund zwei von drei sexuellen Versuchen auftreten. Gelegentliche Erektionsprobleme sind hingegen völlig normal und kein Grund zur Sorge.

Anzeichen für Potenzstörungen:

  • verminderte Erektionsfähigkeit
  • nicht genügend feste Erektion
  • Probleme beim Geschlechtsverkehr
  • Einschränkungen der Sexualität und des Sexuallebens

Wie entsteht eine Erektion?

Eine Erektion entsteht durch ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Prozesse im Körper. Damit der Penis steif werden kann, müssen Nervensystem, Blutgefäße, Schwellkörper, Hormonhaushalt und sexuelle Erregung zusammenwirken. Bereits kleine Störungen in einem dieser Bereiche können dazu führen, dass die Erektionsfähigkeit eingeschränkt ist.

In vielen Fällen lassen sich Erektionsprobleme nicht auf eine einzige Ursache zurückführen. Häufig spielen mehrere körperliche und psychische Faktoren eine Rolle, die sich gegenseitig beeinflussen oder verstärken können.

Kann man Erektionsprobleme behandeln?

Ja, in den meisten Fällen lassen sich Erektionsprobleme behandeln. Voraussetzung dafür ist zunächst eine medizinische Abklärung, um die zugrunde liegenden Ursachen zu erkennen. Abhängig vom Befund stehen verschiedene Therapieansätze zur Verfügung – etwa Maßnahmen zur Verbesserung der Durchblutung, hormonelle Behandlungen oder die Behandlung bestehender Grunderkrankungen.

Wichtig ist dabei eine individuell abgestimmte Therapie, die unter ärztlicher Begleitung erfolgt und sowohl körperliche als auch psychische Faktoren berücksichtigt. Treten plötzlich starke Beschwerden oder Schmerzen auf, sollte immer zeitnah ärztlicher Rat eingeholt werden.

Warum kommt es zu Erektionsstörungen?

Erektionsstörungen entstehen häufig durch das Zusammenspiel verschiedener körperlicher und psychischer Faktoren. Dabei spielen vor allem Prozesse eine Rolle, die die Blutgefäße, Nerven oder den Hormonhaushalt beeinflussen.

Mögliche Ursachen sind:

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Arteriosklerose können die Blutgefäße schädigen und dadurch die Durchblutung des Penis beeinträchtigen.
  • Diabetes mellitus: Langfristig erhöhte Blutzuckerwerte können Nerven und Blutgefäße schädigen und so die Erektionsfähigkeit beeinträchtigen.
  • Übergewicht: Starkes Übergewicht steht häufig mit Stoffwechselstörungen und hormonellen Veränderungen in Verbindung, die Potenzprobleme begünstigen können.
  • Hormonelle Veränderungen: Ein Testosteronmangel kann sowohl das sexuelle Verlangen als auch die Erektionsfähigkeit beeinflussen.
  • Neurologische Erkrankungen: Nervenschäden oder Erkrankungen des Nervensystems können die Signalübertragung zwischen Gehirn und Penis stören.
  • Psychische Belastungen: Stress, Angst oder Depressionen können die Sexualfunktion beeinträchtigen und Erektionsprobleme auslösen oder verstärken.
  • Bestimmte Medikamente: Einige Arzneimittel können als Nebenwirkung Erektionsstörungen verursachen, insbesondere bei längerer Einnahme.
  • Alter als Faktor: Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, vor allem aufgrund häufiger auftretender Gefäß- oder Stoffwechselerkrankungen. Es muss aber nicht sein, dass Männer im Alter automatisch Probleme mit ihrer Potenz bekommen.

Erektile Dysfunktion: Behandlungsmöglichkeiten und Medikamente

Arzt erklärt einem Mann Behandlungsmöglichkeiten bei Erektionsstörungen

Welche Therapie sinnvoll ist, hängt vor allem von den Ursachen der Beschwerden, möglichen Begleiterkrankungen und der individuellen Situation ab. Welche Potenzmittel und sog. ED-Pillen häufig zum Einsatz kommen, zeigt die folgende Übersicht:

PDE-5-Hemmer: Der „Klassiker“ bei ED

Die bekanntesten Medikamente gehören zur Gruppe der PDE-5-Hemmer. Diese Phosphodiesterase-5-Hemmer gelten heute als Standardtherapie bei erektiler Dysfunktion und werden weltweit millionenfach eingesetzt.

Zu den wichtigsten Wirkstoffen gehören Sildenafil, Tadalafil, Vardenafil und Avanafil. Der Wirkstoff Sildenafil (Viagra) gehört zu den am häufigsten eingesetzten Medikamenten und wird etwa 30 bis 60 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen.

Tadalafil unterscheidet sich von anderen Wirkstoffen vor allem durch seine längere Wirkungsdauer. Während viele ED-Pillen etwa vier bis sechs Stunden wirken, kann Tadalafil bis zu 36 Stunden wirksam bleiben. Dadurch ist der Zeitpunkt des Geschlechtsverkehrs flexibler planbar.

Der Wirkstoff Avanafil, der beispielsweise im Medikament Spedra enthalten ist, zeichnet sich durch einen vergleichsweise schnellen Wirkungseintritt aus. Einige Anwender berichten bereits nach etwa 15 bis 30 Minuten von einer Wirkung.

Alle diese Wirkstoffe gehören zur gleichen Medikamentengruppe und wirken nach einem ähnlichen Prinzip. Dennoch können sie sich in Wirkungsdauer, Wirkungseintritt und Verträglichkeit unterscheiden.

Wie wird Viagra eingenommen?

Viagra ist wohl das bekannteste Medikament zur Behandlung von ED. In der Regel wird die Tablette etwa 30 bis 60 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr eingenommen. Wie bei anderen Medikamenten für die erektile Dysfunktion gilt auch hier: Eine sexuelle Stimulation ist notwendig, damit die Wirkung einsetzt. Viagra ist verschreibungspflichtig und sollte nur nach ärztlicher Beratung eingenommen werden.

Schwellkörper-Autoinjektionstherapie (SKAT)

Wenn eine Behandlung mit PDE-5-Hemmern nicht möglich ist oder nicht ausreichend wirkt, stehen weitere medikamentöse Therapieoptionen zur Verfügung. Eine dieser Optionen ist die sogenannte Schwellkörper-Autoinjektionstherapie (SKAT).

Bei dieser Therapie spritzen Männer einen Wirkstoff – meist Alprostadil – mit einer sehr feinen Nadel direkt in den Schwellkörper des Penis. Alprostadil ist eine synthetische Form des körpereigenen Botenstoffs Prostaglandin E1. Der Wirkstoff entspannt die glatte Muskulatur der Blutgefäße in den Schwellkörpern. Dadurch erweitern sich die Gefäße und es kann mehr Blut in den Penis fließen. Dadurch entsteht eine Erektion, die meist etwa 30 bis 60 Minuten anhält.

Eine Alternative zur Injektion ist die sogenannte transurethrale Therapie (MUSE). Dabei wird ein kleines, mit Alprostadil beschichtetes Stäbchen über die Harnröhre in den Penis eingeführt. Auch hier wirkt der Wirkstoff lokal gefäßerweiternd und kann eine Erektion auslösen.

Beide Methoden setzen jedoch voraus, dass die Blutversorgung des Penis grundsätzlich funktioniert und die Schwellkörper intakt sind. Die Anwendung erfolgt nach ärztlicher Anleitung, da Dosierung und Technik individuell angepasst werden müssen.

Ein Vergleich verschiedener Potenzmittel zeigt, dass sich die Wirkstoffe vor allem in Wirkungsdauer und Wirkungseintritt unterscheiden. Während Sildenafil meist nach etwa 30 bis 60 Minuten wirkt, kann Tadalafil deutlich länger wirksam bleiben. Avanafil hingegen zeichnet sich durch einen besonders schnellen Wirkungseintritt aus.

Mechanische Hilfsmittel

Auch mechanische Methoden können eine Alternative oder Ergänzung sein. Dazu gehören beispielsweise Vakuumpumpen, die durch Unterdruck Blut in die Schwellkörper ziehen. Ein zusätzlicher Ring an der Peniswurzel kann den Blutabfluss verlangsamen und so die Erektion stabilisieren.

Hormonelle Behandlung bei erektiler Dysfunktion

Liegt ein nachgewiesener Testosteronmangel vor, kann eine hormonelle Therapie sinnvoll sein. Ziel ist es, den Hormonspiegel zu normalisieren und damit Libido, Energieniveau und gegebenenfalls auch die Erektionsfähigkeit zu verbessern. Eine Hormontherapie erfolgt ausschließlich nach einer ärztlichen Diagnose und unter medizinischer Kontrolle.

L-Arginin

L-Arginin ist eine Aminosäure, die im Körper an der Bildung von Stickstoffmonoxid (NO) beteiligt ist. Dieser Botenstoff spielt eine wichtige Rolle bei der Erweiterung der Blutgefäße. Wenn sich die Gefäße entspannen, kann mehr Blut hindurchfließen – auch in die Schwellkörper des Penis. Aus diesem Grund wird L-Arginin manchmal als unterstützendes Mittel bei Erektionsproblemen eingesetzt.

Einige Studien deuten darauf hin, dass L-Arginin die Durchblutung verbessern und damit auch die Erektionsfähigkeit positiv beeinflussen kann. Besonders bei Männern mit Bluthochdruck oder Diabetes könnte ein niedriger L-Arginin-Spiegel eine Rolle spielen. Allerdings ist die wissenschaftliche Studienlage weniger eindeutig als bei zugelassenen Medikamenten wie PDE-5-Hemmern.

In der Europäischen Union ist L-Arginin nicht als Medikament zur Behandlung der erektilen Dysfunktion zugelassen, sondern wird meist als Nahrungsergänzungsmittel angeboten. Deshalb kann die Wirkung von Präparaten unterschiedlich sein und ist nicht immer eindeutig belegt. Wer L-Arginin ausprobieren möchte, sollte dies idealerweise vorher mit einem Arzt besprechen.

Neben Präparaten kann L-Arginin auch über die Ernährung aufgenommen werden. Besonders reich an dieser Aminosäure sind Nüsse, Hülsenfrüchte, Sojaprodukte und Fleisch.

Weitere medikamentöse Ansätze

In einigen Fällen können auch andere Wirkstoffe eingesetzt werden, etwa Apomorphin, das im zentralen Nervensystem wirkt und die sexuelle Reaktion unterstützen kann. Andere Wirkstoffe werden jedoch seltener verwendet als PDE-5-Hemmer.

Unterstützende Maßnahmen

Neben der direkten Behandlung spielen auch Lebensstilfaktoren eine wichtige Rolle. Regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, Gewichtsreduktion, der Verzicht auf Rauchen sowie eine gute Behandlung von Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes können die Erektionsfähigkeit unterstützen und die Wirkung der Therapie verbessern.

Wie wirken Potenzmittel?

Potenzmittel wie Sildenafil, Tadalafil oder Vardenafil gehören zur Gruppe der sogenannten PDE-5-Hemmer. Sie hemmen ein Enzym, das normalerweise den Botenstoff cGMP abbaut. Dadurch bleiben die Blutgefäße im Penis länger erweitert und mehr Blut kann in die Schwellkörper fließen.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Tabletten keine automatische Erektion auslösen. Damit die Medikamente wirken können, ist eine sexuelle Stimulation erforderlich. Die Wirkung von Sildenafil setzt in der Regel nach etwa 30 bis 60 Minuten ein. Welche Dosierung geeignet ist, sollte immer individuell mit einem Urologen besprochen werden.

Wie zuverlässig sind Potenzpillen?

Viele Männer fragen sich, ob sogenannte Potenzpillen tatsächlich zuverlässig helfen. Studien zeigen, dass PDE-5-Hemmer bei einem großen Teil der Betroffenen eine deutliche Verbesserung der Erektionsfähigkeit ermöglichen.

Je nach Ursache der erektilen Dysfunktion profitieren etwa 70 bis 80 Prozent der Männer von diesen Medikamenten. Sie wirken vor allem bei Durchblutungsstörungen des Penis, die häufig bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen auftreten.

Die Wirkung kann jedoch von Person zu Person unterschiedlich sein. Während einige Männer bereits nach der ersten Einnahme eine deutliche Verbesserung bemerken, benötigen andere mehrere Versuche, bis sie die optimale Dosierung gefunden haben.

Auch der allgemeine Gesundheitszustand spielt eine Rolle. Erkrankungen wie Diabetes oder ausgeprägte Gefäßschäden können die Wirksamkeit von Potenzmitteln beeinflussen.

Wo kann man die Arzneimittel kaufen?

Medikamente gegen erektile Dysfunktion sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz in der Regel verschreibungspflichtig. Das bedeutet, dass ein Arzt ein Rezept ausstellen muss, bevor die Medikamente in einer Apotheke oder Online-Apotheke bezogen werden können. Der Preis kann je nach Wirkstoff, Dosierung und Hersteller variieren.

Mit diesem Rezept können die Medikamente anschließend in einer Apotheke oder Online-Apotheke bezogen werden. Seriöse Anbieter prüfen das ärztliche Rezept, bevor sie Potenzmittel versenden.

Im Internet werden allerdings auch zahlreiche rezeptfreie Angebote für solche Medikamente beworben. Von solchen wird abgeraten. Medikamente aus unsicheren Quellen können gefälscht sein, falsche Wirkstoffmengen enthalten oder gesundheitliche Risiken mit sich bringen.

Es gibt verschiedene pharmazeutische Hersteller (Unternehmen wie Recordati Pharma GmbH, PharmaSGP GmbH, Hevert oder Cefak KG), die Arzneimittel und teilweise auch Nahrungsergänzungsmittel in diesem Bereich anbieten. Je nach Wirkstoff, Dosierung und Darreichungsform können sich die Präparate in Wirkung, Anwendung und Verträglichkeit unterscheiden. Auch der Preis kann variieren.

Gibt es auch Nebenwirkungen?

Wie jedes Arzneimittel können auch Potenzmittel Nebenwirkungen verursachen. Die meisten Beschwerden sind jedoch mild und vorübergehend.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören Kopfschmerzen, Gesichtsrötung oder eine verstopfte Nase. Manche Männer berichten auch über Verdauungsbeschwerden oder ein Wärmegefühl im Körper.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn gleichzeitig bestimmte Herzmedikamente eingenommen werden. PDE-5-Hemmer dürfen nicht gemeinsam mit Nitraten eingenommen werden, da es sonst zu gefährlichen Blutdruckabfällen kommen kann.

Aus diesem Grund sollte die Einnahme vorab mit einem Arzt besprochen werden.

Wichtige Hinweise zur Anwendung

Potenzmittel sind in vielen Ländern verschreibungspflichtig und sollten nur nach ärztlicher Beratung eingenommen werden. Besonders wichtig ist dies für Personen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder für Menschen, die bestimmte Medikamente einnehmen. PDE-5-Hemmer sollten nicht mit Nitraten oder sogenannten Poppers kombiniert werden, da es zu einem starken Blutdruckabfall führen kann. Auch Alkohol kann die Wirkung der Medikamente abschwächen.

Warum eine ärztliche Abklärung wichtig ist

Mann spricht mit Arzt über Erektionsstörungen und Gesundheitscheck

Die Ursache einer schwachen Erektion sollte immer ärztlich abgeklärt werden. In einigen Fällen kann diese nämlich ein frühes Warnsignal für andere Erkrankungen sein. Besonders Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes oder hormonelle Störungen können sich zunächst durch Veränderungen der Erektionsfähigkeit bemerkbar machen.

Eine frühzeitige Diagnose ermöglicht nicht nur eine gezielte Behandlung, sondern hilft auch, andere gesundheitliche Risiken rechtzeitig zu erkennen.

Wie läuft der Besuch beim Urologen ab?

Ärztliches Gespräch

Am Anfang der Diagnostik steht meist ein ausführliches Gespräch mit einem Arzt oder einer Ärztin aus der Urologie. Dabei geht es darum zu verstehen, seit wann die Erektionsprobleme bestehen, ob sie dauerhaft oder nur in bestimmten Situationen auftreten und ob noch morgendliche Erektionen vorhanden sind. Betroffenen kann es helfen, offene Fragen zum Thema zu klären. Auch mögliche Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder Herzprobleme sowie die Einnahme von Medikamenten werden besprochen. Ebenso können Stress, psychische Belastungen oder Veränderungen im Sexualleben eine Rolle spielen.

Blutuntersuchungen

Darüber hinaus wird häufig eine Blutuntersuchung durchgeführt. Dabei werden unter anderem Hormonwerte wie Testosteron bestimmt, um einen möglichen Hormonmangel auszuschließen. Zusätzlich können Blutzucker, Blutfettwerte und weitere Stoffwechselparameter untersucht werden, da sie Hinweise auf Erkrankungen geben können, die mit der erektilen Dysfunktion zusammenhängen.

Weitere Untersuchungen

Je nach Situation können zusätzliche Untersuchungen sinnvoll sein. Dazu gehört beispielsweise eine Ultraschalluntersuchung, mit der die Durchblutung des Penis beurteilt werden kann. Auf Grundlage aller Ergebnisse lässt sich einschätzen, welche Ursachen hinter den Beschwerden stehen und welche Behandlung in Frage kommt.

Mögliches Warnsignal: Erektionsstörungen ernst nehmen

Bei der medikamentösen Behandlung von Erektionsstörungen sollten Betroffene keine Experimente eingehen. Phosphodiesterase-5-Hemmer oder andere Potenzmittel aus unseriösen Online-Quellen können ein erhebliches Gesundheitsrisiko darstellen. Die oft beworbenen „Wundermittel“ ohne Rezept sind in vielen Fällen wirkungslos oder enthalten unbekannte Inhaltsstoffe.

Noch wichtiger ist jedoch: Potenzstörungen können ein frühes Warnsignal des Körpers sein. Studien zeigen, dass viele Männer mit schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall bereits Monate oder sogar Jahre zuvor wiederkehrende Erektionsprobleme hatten. Deshalb sollten anhaltende Erektionsprobleme immer medizinisch abgeklärt werden.

ED behandeln: Das können Betroffene tun

  • Medikamente als erste Option: In vielen Fällen werden zunächst PDE-5-Hemmer verschrieben, die die Durchblutung des Penis verbessern und so eine stabile Erektion unterstützen können – vorausgesetzt, es bestehen keine medizinischen Gegenanzeigen.
  • Ursachen behandeln: Wichtig ist auch, mögliche Grunderkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder hormonelle Störungen gezielt zu behandeln, da sie häufig hinter Erektionsstörungen stehen.
  • Lebensstil anpassen: Faktoren wie regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, Gewichtsreduktion sowie der Verzicht auf Rauchen können die Erektionsfähigkeit positiv beeinflussen und die Wirkung von Medikamenten unterstützen.
  • Weitere Therapien bei Bedarf: Wenn Medikamente nicht ausreichend wirken, können alternative Behandlungen wie Injektionstherapien, Vakuumhilfen oder andere medizinische Verfahren infrage kommen.
  • Offen mit dem Arzt sprechen: Die passende Therapie sollte immer individuell ausgewählt und ärztlich begleitet werden, um Wirksamkeit und Sicherheit der Behandlung zu gewährleisten.
  • Ehrliche Kommunikation: Ein offener Umgang mit der Situation kann auch dazu beitragen, dass die Partnerschaft langfristig nicht darunter leidet.

Quellen

NIH, NIH, Charité Berlin, Universitätsklinikum Freiburg, Medline, Techniker Krankenkasse, Urologiezentrum Wien

ℹ️
Dieser Beitrag dient ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Auch wenn Inhalte fachlich geprüft wurden, sind sie nicht als persönliche medizinische Empfehlung für Ihren Einzelfall zu verstehen.

Wenn Sie Fragen zu Symptomen, Risiken, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen oder der Eignung einer Behandlung haben, wenden Sie sich bitte an einen Arzt oder einen anderen qualifizierten Gesundheitsberuf.

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